FDP Sassenberg-Füchtorf
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„Wir setzen auf Mut statt auf Angst“

Sassenberg

Beim Parteitag der FDP legte Stadtratsmitglied Johannes Philipper seinen Bericht vor. Man könne zufrieden sein, so seine Botschaft. Von Christopher Irmler

Beim Ortsparteitag (v. l.): Christian Rennemeier, Johannes Philipper, Berit Seidel, Markus Diekhoff, Inga Seidel, Dr. Oliver Niedostadek, Ulrich Grimm und Rolf Dahlhoff. 
Foto: Christopher Irmler

„Ich bin sehr stolz, was wir im Rat bewegt haben. Wir haben zwar nur eine Stimme, aber die hat Gewicht“, betonte Philipper . So arbeite die FDP seit 2010 ausschließlich mit digitalen Sitzungsvorlagen. „Die anderen Parteien müssen nun nachziehen.“

Die Diskussionen um die Zukunft des Drostengartens hätten einmal mehr gezeigt, dass die Stadt ein Stadtentwicklungskonzept benötige. „Wir sind die einzige Partei, die sich konsequent dafür einsetzt.“ Im Gegensatz dazu vermisse er bei den politischen Kontrahenten einen „roten Faden“. Auch das „Piratenschiff“ am Feldmarksee und die Gestaltung des Kreisverkehrs seien von den Liberalen wohlwollend begleitet worden.

Dass die finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt schwierig seien, liege besonders an der Politik der Landesregierung. Daher formulierte der Vorsitzende ein ambitioniertes Ziel. „Wir müssen Düsseldorf zurückerobern und dann in Berlin ins Parlament einziehen.“ Personell ließ sich dieser Bogen leicht schlagen. So hatte zuvor Dr. Oliver Niedostadek , Bundestagskandidat der Liberalen im Kreis Warendorf, die Parteimitglieder an die Ziele der FDP erinnert. Ihm gehe es um „Politik, die die Freiheit des Einzelnen in den Mittelpunkt stellt.“ Die Debatten um die innere Sicherheit würden oft missinterpretiert. „Freiheit bedeutet nicht Anarchie.“ Derzeit fehle eine liberale Stimme im Bundestag , so Niedostadek. „Es werden zwei Wahlkämpfe von außerordentlicher Bedeutung.“

Bei der NRW-Landtagswahl wird der FDP-Kreisvorsitzende Markus Diekhoff als Spitzenkandidat ins Rennen gehen. Auch er nahm am Ortsparteitag der Sassenberger Liberalen teil. „Die Welt ist ein wenig anders geworden, als wir alle uns das vorgestellt hätten“, so Diekhoff und nannte in diesem Kontext den Brexit, die Trump-Wahl oder die AfD-Umfragewerte. „Angst darf für eine politische Partei kein Geschäftsmodell sein. Wir setzen auf Mut statt auf Angst.“ Die FDP müsse als „Problemlöser, nicht als Erziehungsberechtigter“ auftreten.

Quelle: WN


20. Februar 2017

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